Der FPÖ-Bundesparteivorstand hat am Montagnachmittag in Velden die Aufnahme von Uwe Scheuch und Gerhard Dörfler (FPK) beschlossen. Über den Pakt mit der FPK gab es keine Abstimmung mehr. Scheuch und Dörfler im FPÖ-Vorstand Die Bundes-FPÖ und die verbliebene FPÖ-Landesgruppe Kärnten haben am Montag eine Bundesparteivorstandssitzung bzw. eine Parteileitungssitzung im Schloss Velden, der nobelsten Adresse am Wörthersee, abgehalten.
Bei der Vorstandssitzung wurden Scheuch und Dörfler einstimmig in den Vorstand der Bundes-FPÖ aufgenommen. Die beiden dürfen künftig als Vertreter der FPK an den Sitzungen der großen Schwester- oder Mutterpartei teilnehmen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wurde ja im Gegenzug bereits in den FPK-Landesparteivorstand kooptiert, dazu der geschäftsführende Kärntner FPÖ-Obmann Christian Leyroutz und EU-Abgeordneter Andreas Mölzer.
Ursprünglich war erwartet worden, dass Scheuch und Dörfler bereits an der FPÖ-Vorstandssitzung an diesem Montag teilnehmen würden. Die FPÖ habe sich aber dafür entschieden, zuerst die Kooptierung zu beschließen, so Scheuch. "Ab der nächsten Sitzung sind wir dann dabei", sagte FPK-Obmann Scheuch gegenüber der APA. Informationen für die FPÖ Kärnten Am Nachmittag kammen dann die Bundes- und die Landesparteileitung der verbliebenen FPÖ-Landesgruppe Kärnten zu einer Sitzung zusammen. "Eine reine Informationsveranstaltung", sagte dazu FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl.
Die rund 60 Mitglieder der Landesparteileitung wurden über den Stand der Zusammenarbeit mit der FPK informiert werden. Eine Abstimmung über den Pakt gab es nicht. Das sei nicht mehr notwendig, sämtliche erforderlichen Beschlüsse seien längst gefasst, sagt der geschäftsführende Landesobmann, Christian Leyroutz. Der Pakt zwischen FPÖ und FPK Nach monatelangen Verhandlungen hatten FPÖ und FPK im Juni einen Kooperationsvertrag unterschrieben, bei bundesweiten Wahlen werden die Kärntner Freiheitlichen nicht als eigene Partei antreten, sondern "unter dem Dach der FPÖ". Bei Landtags- und Kommunalwahlen in Kärnten kandidiert die FPÖ im Gegenzug nicht als Konkurrenzpartei zur FPK. Diese hatte sich im Dezember vergangenen Jahres vom BZÖ abgespalten und war zu den Freiheitlichen zurückgekehrt, drei Kärntner BZÖ-Abgeordnete traten aus dem orangen Parlamentsklub aus. Die angedachte Gründung eines eigenen Kärntner FPK-Parlamentsklubs scheiterte allerdings, dafür hätte es zumindest fünf Mandatare gebraucht.
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